Der Werkvertrag für das Haus ist unterschrieben, ebenso wie der Finanzierungsantrag. Insgesamt 6 Belege wollte die Bank (je 3 Monate Gehaltsnachweis), was ja an sich gut zu bewältigen ist. Doch dann der Schock, die wollen auch noch alle Belege haben für das Eigenkapital! Natürlich waren die irgendwo im Zettelwust, den die diesjährige Steuererklärungspanik ausgelöst hatte, verschollen. Der Such- und Kopierfrust war groß und die ganze Aktion dauerte bis weit nach Mitternacht.
Hoffen wir mal, dass die uns vorgeschlagenen Zinsen dann auch dem verbindlichen Finanzierungsangebot /-zusage der Bank entsprechen. Der gerade angehobene Leitzins macht mir doch ein wenig Sorge. Also, Daumen drücken!
Wir werden im Jahr in etwa 7500 kwh Strom verbrauchen (Wärmepumpe sei dank)
Energie ist ja bekanntlich ein schwieriges Thema, die deutschen Kernkraftwerke gehen ja nun wohl (zum glück) doch nach und nach vom Netz und regenerative Energiequellen sollen zunehmend Marktanteile erringen… der Nachteil ist leider das die Preise Steigen. Unser Stromanbieter war unlängst so frei den Tarif um 20% nach oben zu “korrigieren”. Wir hatten und haben da so unsere Zweifel das sich an dem Trend in Zukunft was ändern wird.
Daher haben wir uns gedacht : “Elektronen durch Leitungen quetschen können wir doch auch!” also muss ein eigenes Kraftwerk her. In unserem Fall wird das eine 8kwp Solaranlage von Würth Solar sein mit perfekter Südausrichtung.
Selbige wird in etwa 7500kwh pro Jahr erzeugen was zufällig genau unser Verbrauch ist.
Dann können wir ja gleich die Verbindungen nach außen kappen… doch so leicht ist es leider nicht. Die Sonne scheint bekanntermaßen nur am Tag und im Winter weniger als im Sommer. Dementsprechend ist natürlich auch unsere Energieproduktion Tag und Nacht, Sommer und Winter unterworfen.
Gegen Tag und Nacht werden wir mit einer Hausbatterie anstinken können (werden wir Nachrüsten sobald vernünftige Modelle verfügbar sind)
Beim Winter gibt es allerdings keine gangbaren Lösungen.
Im Endeffekt werden wir 4 Monate im Jahr einen Überschuss erzeugen und ins Netz einspeisen, 4 Monate lang wird die Produktion in etwa den Verbrauch decken und 4 Monate werden wir zukaufen müssen (im Januar und Dezember werden wir nur 5-20% des Bedarfs selbst decken können)
Wirklich schlimm ist das allerdings nicht, falls wir die Anlage noch 2011 in Betrieb nehmen können wird jede eingespeiste kwh mit ~28cent vergütet.
Besser noch, jede selbst verbrauchte kwh gibt zwischen 13 und 16cent…garantiert auf 20 Jahre…
Unterm Strich werden wir nicht nur keine Energiekosten haben sondern noch Geld raus bekommen.
Eben sind wir vom Termin mit unserem Viebrock Berater und auch mit dem für Viebrock tätigem Finanzierer zurückgekommen.
Ergebnis? Zum einen sind die Finanzierungskonditionen gerade richtig gut, einziges Problem: Die KFW bietet für energieeffiziente Neubauten wie das von uns geplante Haus günstige Kredite an für die man einen Tilgungsbonus von nicht gerade geringen 2500€ erhält… Nun ja bei dem Angebot das uns unterbreitet wurde würde dieser Tilgungsbonus wegfallen… auf der anderen Seite liegen die Zinsen um 0.3% unter dem Normalen Wert was in der Theorie den fehlenden Tilgungsbonus mehr als wettmachen sollte… wir werden das noch einmal nachrechnen.
Ansonsten haben wir unsere geplanten Extras und den Grundriss aktualisiert.
Außerdem haben wir schon einmal den Werkvertrag mitgenommen… zwar mit kostenfreiem Rücktrittrecht falls irgendwas mit FInanzierung oder Grundstück nicht laufen sollte aber dennoch… es wird ernst.
Wir werden jetzt also den Vertrag durcharbeiten und vermutlich in den nächsten Tagen unterzeichnen.
Dadurch werden wir voraussichtlich noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen und vor Jahresende auch die Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen können um uns die 2011 Einspeisevergütung zu sichern bevor sie am 1.1.2012 um mindestens 9% gesenkt wird.
Als kleinen Anreiz gabs dieses nette Präsent dazu:
Da unser Berater nun erst einmal seinen vermutlich Wohlverdienten Urlaub antritt wäre er bei Vertragsunterzeichnung nicht da und hat uns das Unterzeichnungsgeschenk gleich mitgegeben, danke auch wenn ich keinen Alkohol trinke
So wir haben mal wieder ein wenig gezeichnet, der Erdgeschossgrundriss wird wohl in etwa so aussehen.
Wobei er wohl noch gespiegelt wird damit der Haustechnikraum später neben dem Carport liegt.
Außerdem wird die Wand vom Haustechnikraum noch leicht verschoben.
In der Diele haben wir im Moment einen Einbauschrank für Jacken etc eingeplant.
Im Plan sind bislang nur Haustür und die bodentiefen Fenster an der Südseite eingezeichnet. Es fehlen noch ein Fenster an der Nordwand des Wohnzimmers, zwei kleine Fenster für Diele und Gäste-WC, sowie eine zusätzliche Außentür im Haustechnikraum

Die Maklerin lebt! Sie hat mir eine E-Mail geschrieben und mir darin gesagt, dass unser Wunschgrundstück Nr.1 nächste Woche zum Notar geht. Von daher nehmen wir jetzt definitiv das Grundstück, dessen Lageplan ich weiter unten gepostet hatte. Sie schickt mir den Vertrag per Post. Vorher will sie aber meine Steuernummer wissen. Irgendwie ist das Finanzamt auch immer ganz vorne mit dabei oder?
Hoffentlich verstehen wir, was da so alles im Vertrag steht. Ich stell mir das ja einfach vor:
Mein Kaufvertrag:
Der Verkäufer gibt das Eigentum am Grundstück an den Käufer und der Käufer zahlt dafür das vereinbarte Geld. Unterschriften, Datum, Händeschütteln, fertig.
Mal sehen, ob der Kaufvertragsentwurf von denen in unseren Briefkasten passt. Aber es ist ja nur ein “Entwurf”, also scheint es noch Raum für Änderungen zu geben. Vielleicht kann ich ja meine Version oben durchdrücken? Dann geht der Notartermin auch schön schnell.
Ein Gadget bei dem wir uns noch nicht ganz sicher sind ist eine Entkalkungsanlage.
In unserer Region tendiert das Leitungswasser eher zur harten Seite des Spektrums. Daher schmeckt es nicht gerade toll, ist blöd zum Haare waschen, verursacht mehr Kalkflecken und Verschleiß in allen Rohren und Wasser benutzenden Geräten.
Kalkablagerungen sind auch schlechte Wärmeleiter, daher erhöhen sie auch die Heizkosten.
Eine Entkalkungsanlage schafft da Abhilfe, zusätzlich zur Entkalkung kann so ein Gerät auch vor Wasserrohrbrüchen und laufenden WC-Spülungen schützen.
Im Prinzip also eine tolle Sache aber auch nicht gerade kostenlos, den eingesparten Energie und Reparaturkosten stehen die Anschaffungs- und Betriebskosten gegenüber.
Kurzum, tolle Sache aber ob so ein Teil seinen Weg in unseren Haustechnikraum findet steht noch in den Sternen
Dann melde ich mich auch mal zu Wort.
Wie schon erwähnt denken wir darüber nach ein intelligentes Haus zu bauen, was soll das nun sein? Kann das Haus dann meine Steuererklärung machen? Nein leider nicht… noch nicht
Was es aber kann ist das Haus überwachen und steuern. So können Jalousien bei Einbruch der Dunkelheit automatisch geschlossen werden. Wird ein Fenster oder eine Tür geöffnet kann die jeweilige Jalousie wieder automatisch geöffnet werden.
Ist man im Urlaub kann das Haus einen per SMS oder Mail informieren falls Fenster oder Türen unplanmäßig geöffnet werden… quasi eine Alarmanlage.
Darüber hinaus können Lampen und elektrische Verbraucher/Steckdosen in unbenutzten Räumen komplett vom Netz getrennt werden dadurch reduzieren sich Standbyverbräuche.
Das alles lässt sich vom Sofa aus übers Handy steuern…
Die normalen Lichtschalter sind zudem Drahtlos und können beliebig platziert werden, falls man mal die Möbel umstellt muss man also keine neuen Kabel verlegen.
Die Maklerin habe ich die letzten Tage telefonisch nicht erreicht. Darum habe ich ihr nun eine E-Mail geschrieben und sie gebeten, uns den Kaufvertragsentwurf zu unserem Wunschgrundstück zuzusenden. Ich hoffe, ihre Unerreichbarkeit ist kein schlechtes Zeichen…
Wenn wir den haben, macht Viebrock eine Bohrung auf dem Grundstück, um zu sehen, wie der Boden beschaffen ist. Doch eigentlich wissen wir das schon. Die Maklerin war so freundlich, uns das 40-Seitige Gutachten der Erschließungsfirma zuzuschicken. Darin steht unglaublich viel, das ich nicht verstehe, aber der Viebrock Berater meinte, es sähe wohl sandig und damit gut aus. Wir lassen uns überraschen.
Die Haspa hat uns ein Angebot gemacht, dessen Konditionen sie uns ganze drei Tage verbindlich zusichern. So lange haben wir Zeit, alle Nachweise zu erbringen, dass das, was wir denen erzählt haben, auch stimmt. Einerseits klingt das Angebot ganz gut, was die Zinsen und die monatliche Belastung angeht. Andererseits gibt es sehr viel Kleingedrucktes nach dem Motto “Außerdem zahlen Sie noch…”, das wir jetzt erstmal genau ansehen müssen. Besonders kundenfreundlich kommt mir das nicht vor. Ich hätte schon ganz gerne auf einen Blick gewusst, was mich die Finanzierung kostet, anstatt das Ganze nach intensivem Studium des Angebots selbst ausrechnen zu müssen.
Vielleicht ist es ja ein Tippfehler, aber der Unterschied von fast 0,4 % zwischen Nominal- und Effektivzins erscheint mir auch ein wenig hoch. Und wenn es tatsächlich ein Tippfehler ist, bin ich dann bereit, einer Bank zu vertrauen, die in ihren Angeboten Tippfehler macht? Oder liegt es an den drei Bausparern, die man zeitgleich abschließen muss?
Soeben hat mich auch der Viebrock Finanzierungsmensch angerufen und mir erzählt, dass die von ihm im Mai genannten Konditionen sich nochmal verbessert haben, der KfW sei Dank. Beweisunterlagen braucht er genau 2 von jedem von uns, plus den Lageplan des Grundstücks, den er aber eigentlich schon hat, weil wir nicht die ersten sind, die auf diesem Plan von ihm finanziert werden. Ende der Woche haben wir mit ihm ein persönliches Gespräch. Wenn sich der bisherige Eindruck bestätigt (simpel, freundlich, schnell, übersichtlich und günstig), weiß ich, mit wem ich finanzieren möchte.
Heute hat die KfW Bank die Zinsen für das KfW 55 Förderdarlehen gesenkt (Programm 153) und auch für das Programm 124, bei dem man bis zu 100.000 Euro leihen kann. Und das wo es eigentlich ja schon hieß, die Zinsen steigen von jetzt an nur noch, unterschreiben Sie besser gestern! Für uns wunderbar, denn wir sind gerade dabei uns verbindliche Finanzierungsangebote zu holen, und die werden wohl nun noch besser ausfallen, als die unverbindlichen.